Cornelia Schleime: Das Paradies kann warten

Cornelia Schleime, die als eine der bedeutendsten Malerinnen Deutschlands gilt, legt mit „Das Paradies kann warten“ ihren ersten Erzählungsband vor: In 12 farbig bebilderten Kurzgeschichten erzählt die vielfach ausgezeichnete Künstlerin von Liebenden und Suchenden, von Abschied und Einsamkeit, von Sünden und Verirrungen.
Eine junge Mutter stattet dem Verwalter einer Kleingartenanlage, die abgerissen werden soll, wöchentlich Besuche im Bett ab. Wo sonst könnte ihr Kind so schöne Straßen aus Löwenzahnblüten legen wie im Grünen? Auf dem Begräbnis des eingebildeten Dramatikers inszenieren sich all die Exmodels, die seine Geliebten waren. Und dann ist da noch die Dralle, die ungeniert Pralinen und Sex genießt. Gleichzeitig. Nicht zu vergessen der Mann, der von unerwarteter Seite unter der Tischplatte seine Nachspeise serviert bekommt.
Cornelia Schleimes Geschichten sind so dicht und unbeirrt geschrieben, dass das pralle Leben aus den Zeilen zu platzen scheint. Sie sind vorwitzig und ernsthaft zugleich. Irritierend und lakonisch. Reif und voll jugendlichen Übermuts und mit wunderbar knackigen sprachlichen Bildern.

Cornelia Schleime wurde 1953 in Ostberlin geboren. Die Malerin hatte in der DDR Ausstellungsverbot und reiste 1984 nach Westberlin aus. Zahlreiche Stipendien, Einzelausstellungen im In- und Ausland sowie unter anderem der Gabriele-Münter-Preis und der Fred-Thieler-Preis stehen für ihren internationalen Erfolg. Zudem filmt sie und hat als Schriftstellerin mit ihrem Romandebüt. Cornelia Schleime lebt in Berlin und im Ruppiner Land.

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Cornelia Schleime: Das Paradies kann warten

Storys
2014
192 Seiten, 30 Abbildungen, 200 mm, gebunden
– Fuchs & Fuchs Verlag –
21.90 EUR

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